Route „Double-Six“

Der Sonntag-Morgen sieht nicht nach einem tollen Tag aus. Es ist düster, grau und es regnet. *bäähh* Doch der Wetterbericht soll Recht behalten, es klart während des Frühstücks auf und die Sonne verdrängt die Wolken. Wie abgeschnitten sieht die Wolkengrenze aus und blauer Himmel zeigt sich. Es schaut  so aus, als ob es ein doch feiner Tag werden könnte.

Wir lassen uns Zeit mit dem Fühstück. Wir haben zwar einen Tagesplan, aber nichts wirklich festes und schon gar keinen Zeitplan. Das angepeilte Ziel ist heute Donaueschingen, genauer, das US-Car-Treffen beim Double-Six Dinner, einem amerikanischen Restaurant im Industriegebiet unweit meiner Arbeitsstelle (Was sich noch als sehr praktisch erweisen sollte :-) ).

Gegen 11 Uhr machen wir uns auf den Weg. Mal schauen was los ist, ob etwas los ist. Gestern war nur gähnende Leere als wir einen kurzen Blick geworfen hatten. Das kleine Weiße aus der Garage holen ist meine Aufgabe. Rückwärts und enge Gassen behagen Monika noch nicht; und unsere Garagenausfahrt ist nun mal wirklich keine Hochherschaftliche Auffahrt wie es für unser Autoli eigentlich angemessen wäre ;-). Nachdem die ersten 50 Meter überwunden sind übernimmt Monika das Steuer und fährt uns mit einem freudigen Grinsen im Gesicht zu unserem Zielort.

Die letzten Meter durch die nun tatsächlich vorhandenen anderern US-Fahrzeuge und Besucher übernehme ich dann wieder, das ungewisse Element „wo und wie Parken“ scheut Monika verständlicherweise noch. Das kommt auch noch, aber im Augenblick darf ich noch ;-).

Schon beim Weg durch die parkenden Autos fällt uns eine zweite Limo auf. Es wird später noch ein nettes Gespräch mit dem Halter geben, doch im Augenblick brauchen wir erst mal nur einen … ähm … besser zwei oder drei Parkplätze :-). Nach einem Wendemanöver an der nächsten Kreuzung können wir uns ziemlich entspannt an den Straßenrand stellen (wie langweilig, gar keine Herausforderung ;-) ) und haben es erst mal geschafft.

Für uns steht nun erst mal auf dem Programm die anderen Autos anzuschauen. Wieder sind viele schicke Fahrzeuge da und ein paar Bilder finden den Weg auf die Speicherkarte unserer Fotos. Von älter bis neuer, von klein bis groß, die Vielfalt ist wieder schön. Kaum gelangen wir zu der anderen Stretchlimo, werden wir angesprochen und ein sehr nettes und informatives Gesprächt nimmt seinen Lauf.

Nach zwei drei Runden durch die Autos nutzen wir die Gelegenheit und gönnen uns eine Tasse Kaffee. Dazu spazieren wir die paar Meter zu meinem Arbeitsplatz und werfen die Kaffeemaschine an. Mmmm, das tut gut :-).

Mit das Schönste bei solchen Treffen ist (neben dem Autos anschauen) das Beobachten der Leute. Zu diesem Zweck positionieren wir uns mit zwei Campingstühlchen gemütlich etwa 5 Meter vom Auto entfernt im Schatten. Die Fenster und zwei Türen sind geöffnet, so daß die Leute auch ins Wageninnere schauen können. So eine Limo kennen die meisten halt nur aus dem Fernsehen und in Natura mal so ein Auto zu sehen macht neugierig. Geht mir mit anderen Dingen ja auch so. Auf jeden Fall ist es schon sehr spannend zu beobachten wie die Leute durchs Fenster ins Auto schauen, dann die offene Tür auf der anderen Seite sehen, außen rum laufen um noch besser schauen zu können. Auch die Datenblätter werden teils genau studiert. Und köstlich sind vor allem auch die Gesprächsfetzen, die bis zu uns rüberwehen. Teils wird mit der anderen Stretch verglichen (die Sitzanordnung ist ein großes Thema), manche verkuppeln mal eben die nächstbesten umstehenden Verwandten und Bekannten um das mit dem Hochzeitsauto klarzumachen *hihi*, es macht einfach Spaß zuzuhören und zuzuschauen.

So langsam merkt man dann die Aufbruchsstimmung. Es werden weniger Besucher, die ersten Fahrzeuge verlassen das Treffen, es wird ruhiger. Auch wir machen uns langsam auf den Heimweg, packen unsere Stühle ein und rollen dann langsam in Richtung Heimat. Auf Höhe der anderen Stretch senden wir noch ein Grüßchen. Unser Wedding-Horn ertönt. Eine Hupe, welche die ersten Töne des bekannten Hochzeitsmarschs intonieren. Ob Hinhörer oder Hingucker, die Aufmerksamkeit aller haben wir für uns :-). Langsam rollen wir weiter, einem schönen gemütlichen Abend entgegen.

Vielleicht sieht man sich ja mal irgendwo, wir sind leicht zu finden, denn übersehen kann man uns kaum :-)

Grüßles
Theia

2 Gedanken zu „Route „Double-Six“

  1. Ja wer hätte das gedacht ??? ICH sicher nicht. Ich fahre nicht nur so einen Riesenwagen, sondern ich geniesse diese Car Treffs auch. Unglaublich, was frau noch so alles für sich entdeckt.
    Jedenfalls war es wirklich ein netter Sonntag, dem was Theia geschrieben hat, gibt es nichts hinzuzufügen.

  2. Hallo Ihr Beiden.
    Schön, dass Ihr dieses „Hobby“ habt und das Auto mal wieder frische Luft abbekommt und ausgeführt wird. 8-)
    Liebe Grüße,
    Christina

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