Whitey im Wilden Westen

Schon längere Zeit war dieser Ausflug geplant. Zuletzt hatten wir etwas Zweifel, ob es mit unserem Whitey überhaupt klappen würde, doch wie im letzten Beitrag zu lesen, hat das mit dem TÜV geklappt und so durfte uns unser kleines Weißes zu diesem großen Abenteuer ausfahren.

Doch wohin ging es denn überhaupt? Nun, wie schon die Überschrift verrät, haben wir einen Ausflug in den Wilden Westen gemacht. Ganz typisch Vereinigte Staaten von Amerika, allerdings ein zwei Jahrhunderte zurück in die Vergangenheit. Gut, das passt eigentlich ja nicht ganz mit Autos, aber so ein Auto ist ja auch nix anderes als eine moderne Pferdekutsche. Nur dass man die Pferdchens eben nicht so direkt sieht, weil die sich unter der Motorhaube tummeln ;-). Wir waren natürlich nicht wirklich in den USA, schließlich war unser Whitey ja mit von der Partie aber man hat sich doch ganz gut einfühlen können. Schließlich lautete auch der Name unserer Zielstadt „Pullman City“.

Pullman City Eingang

Pullman City Eingang

Pullman City liegt in der Nähe von Passau im Bayrischen Wald. Für unser Whitey eine bislang noch selten gefahrene Streckenlänge. Aber wir haben ja ein ganz frisch gewartetes Autochen, so dass wir guter Dinge waren fein hin und auch wieder zurück zu kommen.

Und so war es dann auch. Unsere Hinstrecke an Himmelfahrt erwies sich nicht als Himmelfahrtskommando, sondern als angenehmes Cruisen mit einem sehr erlesenen Etappenziel. Das Schloßhotel Neufahrn in Niederbayern paßt irgendwie so richtig gut zu unserem Whitey.

Am nächsten Tag ging es weiter zu unserem eigentlichen Reiseziel. Wie irgendwie immer, wenn Monika und ich unterwegs sind passen die angedachte Reiseroute und die tatsächlich gefahrene Reiseroute nie so ganz 100% zusammen, aber die dabei gefundenen Pampa-Straßen (in der Karte bestenfalls als kleine dünne Linie eingezeichnet) sind viel reizvoller als die großen, breiten Autobahnen, auf denen schließlich jeder Fahren kann ;-). Und auch mancher Vollidiot, der uns mal wieder auf der Straße begegnet ist, konnte unsere dann sichere Ankunft nicht nachhaltig beeinflussen. Wie kommt man nur auf die Idee, mal eben auf der Autobahnauffahrt anzuhalten, wenn einem eine 7,5m lange Stretchlimo im Nacken sitzt und gerade beschleunigen will???

Pullman City war als Reiseziel mal was Neues. Die Westernstadt als „Kulisse“ für ein US-Car-Treffen, konnte kaum passender sein. Der Sheriff, der die Autos auf die Präsentationsrampe einweist eine wunderbare Figur. Die Autos mal wieder toll und vor allem auch mal ganz andere Autos dabei, wie die doch schon teilweise häufig wiedergesehenen aus unserer Heimatecke.

Hier ein paar Impressionen:

Eigentlich wollten wir auch den zweiten Reisetag in Pullman City verbringen, doch so schön das Ambiente war, so sehr ist leider auch das eigentliche US-Car-Treffen etwas untergegangen, was nicht nur die Schlammwüste der Campingplätze betraf, sondern vor allem die mehr auf die Präsentation einzelner Fahrzeuge in der Main-Street und der fast völlige Abzug der Besucher in die eigentliche Western-Stadt. Die auf den Parkplätzen stehenden Fahrzeuge fanden kaum Beachtung und aufgrund eines etwas arg unglücklichen Zufahrtswegs in die Main-Street der Westernstadt haben wir mit Whitey auf eine Durchfahrt verzichtet. Die Westernstadt schon am ersten Tag vollständig erkundet und kaum „Treffen-Atmosphäre“ haben wir uns dann für unseren zweiten Tag in der Gegend entschieden, dann nicht mehr nach Pullman-City zu fahren, sondern das von unserem Hotel in Fuß-Reichweite liegende Museumsdorf Bayrischer Wald anzusehen. Auch das ein schöner Tag und die Entscheidung richtig.

Was immer wieder lustig ist: Unser Whitey wird Benzin-Verbrauchsmäßig immer völlig falsch eingeschätzt. Von Verbrauchswerten um die 20 bis 25 Litern pro 100 Kilometer wird da so gemunkelt. Die Wirklichkeit sieht da wesentlich angenehmer aus. Manch modernes Auto genehmigt sich größere Schlucke aus dem Tank. Unser Whitey liegt bei entspannten 11,5 Liter auf 100 Kilometer. Das kann sich sehen lassen und macht auch größere Ausflüge nicht zu einem finanziellen Desaster ;-).

Wir freuen uns schon auf die nächsten Ausflüge mit unserem kleinen Weißen. Und die werden sicherlich kommen :-)

Liebe Grüßles
Theia